Wieso sich Berater und Kreative näher sind, als sie vermuten

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Durch.Denken / Entwickeln
Workshopkonzeption in Berlin

Ein Blogbeitrag von Joachim Kobuss zu Abakus & Luftikus

Es sind hartnäckige Klischees, die sich im Titel unseres Workshops spiegeln: Hier der Abakus (Rechenbrett/Kommandostab der Kreuzritter), dort der Luftikus (Hallodri/Windbeutel). Gegensätzlicher kann es kaum sein. Warum werden Berater und Designer (Kreativschaffende) so konträr bewertet? Was wäre, wenn wir die Stereotypen überwinden, die Vorurteile aufheben würden? Wie wird es möglich, dass beide kooperieren und gemeinsamen Nutzen daraus ziehen können?

Beide sind sich viel näher, als vermutet. Einerseits verfügen sie über unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Fähigkeiten und Kompetenzen, andererseits haben sie parallele Alleinstellungsmerkmale. Diese sind kognitiv zwar sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber kongenial. Die Herausforderung für eine beiderseitige Zusammenarbeit liegt also darin, diese Unterschiede genau zu kennen und werten zu können. Allerdings nicht im Sinne einer gegensätzlichen Abgrenzung, sondern vielmehr, um das Verschiedene zu respektieren und für Gemeinsamkeiten zu akzeptieren.

Geeignete Formen und Methoden der Kommunikation
Um dies herauszuarbeiten, braucht es etwas Zeit – z. B. zwei Tage für einen kooperativen Workshop (!). Und es sind geeignete Formen und Methoden der Kommunikation untereinander nötig. Wer beides mitbringt bzw. nutzt, wird sich im Laufe des Prozesses nicht nur individuell angenommen erleben, sondern auch mehr und mehr feststellen, dass das Gemeinsame größer und stärker ist, als angenommen.

Heterogenität und Problemlösung
Es geht also gerade um die Heterogenität anstelle einer Homogenität. Denn nur heterogene Teams sind – nachhaltig – in der Lage, auf Dauer innovative und kreative Lösungen für verzwickte (bösartige) Probleme zu entwickeln. Und genau dies ist unsere Herausforderung – ganz im Sinne von Albert Einsteins Bonmot: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Also wechseln wir unser Denken und betrachten die Gegensätze aus einer anderen Perspektive. Dafür nutzen wir unsere beiden Denksysteme, machen uns deren Parallelität bewusst und lernen, Vertrauen in unsere Rationalität und Emotionalität zu entwickeln. Am Ende werden wir unsere Klischees und Vorurteile hinter uns lassen und Wege für gemeinsame Erfolge gefunden haben. Und das in nur zwei Tagen (!). Für den Anfang.

Sehen wir uns am 19. und 20. Februar in Wien?

workshops.nw-partner.at

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1 Kommentare

  1. Grundsätzlich stimme ich euch zu! Es gibt aber schon noch viele Berater -die Berater-Helden mein ich- die meilenweit von den Kreativen und vor allem von einem kreativen Mindset entfernt sind. Da gibt es aus meiner Erfahrung keine wirklich guten Schnittstellen und auch heterogene Teams funktionieren dann nicht von selbst. Old School halt.
    Wirklich gute BeraterInnen sind ja keine BeraterInnen im klassischen Sinne mehr. Sie sind ja vielmehr Kreative, die weniger Heldentum brauchen und viel mehr in Co-Creation kreative Lösungen suchen. Denn auch Beratung ist ja im eigentlichen Sinne eine höchst kreative Leistung. Dann wird es spannend. Dann machen kreativ zusammengewürfelte BeraterInnen-Teams richtig Sinn.

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